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Die Düsseldorfer Punkrockband "Die Toten Hosen" veröffentlicht ihr letztes Studioalbum. Wie die Band so erfolgreich wurde, was zwischen Konzerten in der HHU-Mensa und in der Arena passiert ist und was von den Hosen bleibt, erklärt Dr. Björn Sonnenberg-Schrank (Medien- und Kulturwissenschaft). ^dw

🎤 Whisper Transcript (de) ⏱ 137s

"Das sind ja so Stimmen, die gerade hörbar werden, dass das eigentlich auch so ein Männerbund von so Boomern ist, die Toten Hosen. Mein Name ist Björn Sonnenberg-Schrank und an der HHU bin ich in der Abteilung für Medien- und Kulturwissenschaft. Interessiere mich unter anderem für subkulturelle Phänomene, für Massenkultur, für Jugendkultur. Die Zusammenhänge aus bestimmten Veränderungen in den Dingen, die uns beschäftigen, das gehört so zu den Dingen, die ich hier erforsche. Unabhängig davon, ob man die Toten Hosen mag oder nicht mag, und für beides gibt es bestimmt jede Menge Gründe. Es ist ja so, dass die erstens wahnsinnig lange durchgehalten haben, sehr schnell sehr erfolgreich wurden, im Laufe ihrer Karriere aber wahrscheinlich am allermeisten gewirkt haben als ein ästhetisches Phänomen. Als so ein Popkulturphänomen, was aus England, aus den USA erst mal kam und dann aber auch überall anders hinschwappte, ist diese spezifische Spielart, das Deutsch-Punk, das Fun-Punk, schon auch ein BRD-Phänomen. Dieses Image, dieses Bürgerschreck-Image. Wir gehen an diese Orte und vielleicht sogar in so eine Institution hinein, wie eine Uni, eine Unimensa, und dann machen wir dort Chaos und machen alles bunt und kaputt. Genau so wie die Geschichte um das Musikvideo zu Eiskühlter Bomalunda, wo die Toten Hosen in der Kirche gedreht haben, die danach neu geweiht werden musste. Sowas konsolidiert ja dann auch ein Bild, was sich total gut erzählen lässt. Und das war natürlich nicht von Anfang an eine Stadionband, sondern eben eine Band, die mit Schlafsäcken auf irgendwelchen Böden von irgendwelchen alternativen Zentren unterwegs war. Dass diese Konstante dann endet, ist natürlich seltsam. Andererseits ist das vielleicht auch ganz angenehm, wenn dann so ein Schlusspunkt gewählt wird. Das sind ja so Stimmen, die gerade hörbar werden, dass das eigentlich auch so ein Männerbund von so Boomern ist, die Toten Hosen. Und die Zeichen der Zeit dann zu erkennen und zu sagen, hey, wir machen Platz für eine neue Generation, zeugt ja vielleicht auch von einer gewissen Vernunft, diese diskursiven Räume nicht weiter besetzen zu wollen."

💬 Discussion

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf @hhu.de · Jul 8, 09:13 AM

Die Düsseldorfer Punkrockband "Die Toten Hosen" veröffentlicht ihr letztes Studioalbum. Wie die Band so erfolgreich wurde, was zwischen Konzerten in der HHU-Mensa und in der Arena passiert ist und was von den Hosen bleibt, erklärt Dr. Björn Sonnenberg-Schrank (Medien- und Kulturwissenschaft). ^dw