Teil 10 - Warum grüner Wasserstoff keine Alternative darstellt und was Wärmepumpen tatsächlich bereits leisten: Prof Quaschning bei SUNTEC, Eibelstadt, 14.06.
"Aber der ist halt teuer, der ist aufwendig, dreieinhalbmal so teuer wie Erdgas, oder siebenmal so teuer als Erdgas ist er durch den Krieg auch schon wieder teuer geworden, siebenmal so teuer wie vor dem Iran-Krieg, also das heißt eine teure Sache. Ach ja, der Wasserstoff, der wird ja billiger, auch das haben die Kollegen auf dem Forschungsinstitut mal ausgerechnet, ja, die Preise für Wasserstoff, die werden sich in den nächsten 25 Jahren etwa halbieren, aber selbst wenn der Wasserstoff halb so teuer ist, ist der immer noch zwei bis viermal so teuer wie Erdgas heute. Dann ist die Frage, wollen sie so eine Gasheizung haben, wo sie zwei bis viermal so viel ausgeben wie heute? Wahrscheinlich nicht. Und deswegen müssen wir schauen, dass wir hier einen anderen Weg gehen. Das heißt also weg mit der Öl- und Gasheizung, das ist also hier das, diese Folie habe ich schon vor zehn Jahren gezeigt, also schon lange bevor die Grünen überhaupt an der Regierung waren. Es war keine Schnapsidee von Herrn Habeck, wie gesagt, das waren Sachen aus der Wissenschaft, die da eingesetzt wurden. Wir müssen auch die Wärmepumpe setzen. Wärmepumpe ist natürlich dann auch für das Große die Lösung, also auch nicht nur im Kleinen, also die funktioniert überall. Und jetzt die fortschrittlichen Stadtwerke, die jetzt die Fernnahme betreiben, die setzen auch auf die Wärmepumpe, also weil wir da natürlich auch wissen, dass das einfach die beste Lösung ist. Und die Wärmepumpe funktioniert auch im Altbau, was nicht alles erzählt wurde. Vor drei Jahren, ich konnte gar nicht so oft mit dem Kopf gegen die Wand schreiben, wie die Bildzeitung Blödsinn erzählt hat. Also insofern, die Wärmepumpe funktioniert wunderbar im Altbau. 90 Prozent aller Gebäude sind ohne Sanierung für den Einbau in der Landung geeignet. Bei den anderen zehn Prozent, da haben sie eh schon so Ex-Komitant, Hohe Öl- und Gaskosten, dass wahrscheinlich eh sowieso was im Gebäude machen müssen. Also da wurde Panik verbreitet ohne Ende. Und wer das nicht glaubt, dass das funktioniert, der kann sich mal die internationale Statistik angucken. Hier sehen wir die Anzahl der Wärmepumpen pro 1.000 Haushalten. Also wir sehen hier unten Deutschland, wir haben derzeit 63 Wärmepumpen pro 1.000 Haushalte, 6 Prozent aller Häuser heizende Wärmepumpe. Norwegen, 66 Prozent. Und wir diskutieren in Deutschland, dass die Winter zu kalt sind mit der Wärmepumpe. Das war so eine Schlagzeile. Ja, also irgendwie, was ist denn in Norwegen los? Und also wie funktioniert das? Natürlich funktioniert die Wärmepumpe. Also das, was wir hier in Deutschland diskutiert haben, das war wirklich, also wenn das nicht so ernst wäre, wäre das wirklich pure Satire gewesen. Also wir sehen einfach, was hier in anderen Ländern passiert. Norwegen, Finnland, Schweden, also da über die Hälfte der Häuser. Wir fangen erst an und erklären immer, warum es in Deutschland dann nicht funktioniert. Das heißt also, hier müssen wir loslegen. Norwegen funktioniert das. Die machen das einfach pragmatisch und auch hier in diesen Gebäuden und da müssen wir das machen."
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Teil 10 - Warum grüner Wasserstoff keine Alternative darstellt und was Wärmepumpen tatsächlich bereits leisten: Prof Quaschning bei SUNTEC, Eibelstadt, 14.06.