#LandausSchnellkritik, „Bunbury, Ernst sein ist alles“, Oscar Wilde, Premiere beim Sommertheater Mödling Intendant (er machte auch wieder das riesig gute Bühnenbild) Andreas Berger hat eine richtig gute Hand, die perfekten Stücke zum Ort und zur Zeit zu wählen. Diesmal also Oscar Wilde, der…
"Bunbury. Ernst sein ist alles. Dieses Jahr also Oscar Wilde, das viktorianische England, hier vor der schönen Kulisse der Pfarre St. Otmar beim Sommertheater Mödling. Eine wunderschöne Location sehen Sie hinter mir. Algernon und Jack beide führen ein erfinderisches, quasi Doppelleben. Einer müsse sich um einen Freund kümmern, um Bunbury, der andere um seinen Bruder Ernst. Sehr praktisch, um Freiräume für etwaige Amüsements zu gewinnen. Der eine kann so in die Stadt, der andere aufs Land. Ernst zugleich, das ist der Traumname der beiden Damen, die jeweils so angebeteten werden sollen. Nur Ernst heißt halt keiner der beiden wirklich zumindest vorerst. Es ist eine in Wahrheit recht tiefersinnige Komödie, die Oscar Wilde seinen Zeitgenössinnen ins Gesicht schreibt. Zugleich sehr amüsant, wie sich alles nach der weniger kleinen Petitesen ins Ende kurft. Nikki Neiss, nicht nur köstliche Tante Augusta, sondern auch die fabelhafte Regie. Dazu Christine Oventer, Katharina Borny, Katharina Smutny, Roman Mayer und Gerald Speckner. Und die beiden gloriosen bald nicht mehr junggesellen Raphael Wittack und Florian Sendelhofer. Sehr schön, ein besonders schön und flott gemachter launiger Abend vom pausenlosen etwa 90 Minuten. Sehr, sehr erfreulich. Und das ist auch mitzuforderst für die Intendanz, also diese erneut fabelhafte Stückwahl. Auch fürs Bühnenbild Andreas Berger. Sehr, sehr schön alles."
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#LandausSchnellkritik, „Bunbury, Ernst sein ist alles“, Oscar Wilde, Premiere beim Sommertheater Mödling Intendant (er machte auch wieder das riesig gute Bühnenbild) Andreas Berger hat eine richtig gute Hand, die perfekten Stücke zum Ort und zur Zeit zu wählen. Diesmal also Oscar Wilde, der…